Wie die Idee des SmartBioGarten entstanden ist
Der SmartBioGarten ist nicht plötzlich entstanden.
Er ist das Ergebnis vieler Gespräche, Experimente und Begegnungen, die sich über mehrere Jahre entwickelt haben.
Ein wichtiger Ausgangspunkt war der Stadtsalon SAFARI in Wittenberge. Im Laufe des Jahres 2024 entstand dort eine Reihe von Gesprächen über ein Thema, das der Schlüssel zu sein schien: Bei welcher Technologie ist das flache Land der Großstadt überlegen? Es muss eine dezentrale Technologie sein. Oder, aus unserer heutigen Sicht:
Wie können neue Technologien dazu beitragen, regionale Ernährung, Bildung und Zusammenarbeit zu stärken?

Begegnung mit der Open-Source-Agro-Community
In diesen Gesprächen tauchte auch ein Projekt auf, das ursprünglich aus der internationalen Open-Source-Agro-Community stammt: der FarmBot, ein kleiner Gartenroboter, der Pflanzen präzise setzen, bewässern und beobachten kann.
Dieses System wurde weltweit von einer offenen Entwicklergemeinschaft aufgebaut. Viele Universitäten und private Initiativen nutzen es bereits, um neue Formen digital unterstützter Landwirtschaft zu erforschen.
Die Technik war beeindruckend – aber gleichzeitig stellte sich eine entscheidende Frage:
Wie kann aus dieser Technologie ein System entstehen, das im Alltag vieler Menschen genutzt werden kann?

Von der Technik zur sozialen Innovation
Die Gespräche der Serie im Stadtsalon SAFARI führten zu einer wichtigen Erkenntnis:
Technologie allein reicht nicht aus.
Damit neue Ideen wirklich funktionieren, müssen sie sozial eingebettet sein – in Bildung, Zusammenarbeit und regionale Netzwerke.
Aus dieser Perspektive entstand die Idee, Robotergärten nicht nur als technische Experimente zu betrachten, sondern als Lernorte und Gemeinschaftsprojekte.
So entwickelte sich Schritt für Schritt das Konzept des SmartBioGarten.

Zusammenarbeit mit dem UNESCO-Biosphärenreservat
Ein wichtiger Impuls kam aus der Zusammenarbeit mit dem UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe, das sich seit vielen Jahren mit nachhaltiger Regionalentwicklung beschäftigt.
Das Biosphärenreservat arbeitet daran, Modelle zu entwickeln, die zeigen, wie Naturschutz, regionale Wirtschaft und gesellschaftliche Entwicklung miteinander verbunden werden können.
Der SmartBioGarten passt gut zu dieser Idee:
Er verbindet ökologische Lebensmittelproduktion mit Bildung, digitaler Technik und regionaler Zusammenarbeit.

Ein Projekt mit vielen Partnern
Aus diesen Gesprächen entstand ein Netzwerk von Menschen und Organisationen, die gemeinsam an der Idee weiterarbeiten wollten.
Dazu gehören unter anderem:

  • lokale Initiativen aus Wittenberge
  • Bildungseinrichtungen
  • Partner aus der internationalen FarmBot-Community
  • wissenschaftliche Kontakte
  • regionale Akteure aus Landwirtschaft und Gastronomie


Gemeinsam entstand die Vision eines Projekts, das Technologie, Lernen und regionale Entwicklung miteinander verbindet.

Wittenberge als Ausgangspunkt
Wittenberge ist ein idealer Ort für ein solches Experiment.
Die Stadt ist überschaubar, engagiert und offen für neue Ideen. Gleichzeitig bietet die Landesgartenschau 2027 eine besondere Gelegenheit, ein innovatives Projekt öffentlich sichtbar zu machen.
So entstand der Plan, den SmartBioGarten zunächst hier aufzubauen und gemeinsam mit regionalen Partnern zu entwickeln.

Ein Experiment für die Zukunft
Der SmartBioGarten versteht sich bewusst als Experiment.
Er soll zeigen, wie neue Formen von Lernen, Arbeit und regionaler Lebensmittelproduktion entstehen können, wenn Technologie, Natur und Gemeinschaft zusammenkommen.
Vielleicht wird aus diesem Experiment ein Modell, das auch in anderen Regionen genutzt werden kann.

  • Doch der Anfang ist ganz einfach:
    Ein paar Gärten, neugierige Menschen – und die Bereitschaft, gemeinsam etwas Neues auszuprobieren.