Der FarmBot.
Das Smarte am SmartBioGarten ist der FarmBot. Der Farmbot ist ein Open-Source-Kleinstroboter der die übliche Gartenarbeit nach Plan und 24/7 vollrichtet. Dabei ist er äußerst präzise und genügsam im Energieverbrauch. Er ist bereits seit 10 Jahren im praktischen Einsatz und hat Anwender in mehr als 60 Ländern. Er hat sich als technisch robust und verlässlich erwiesen. Sein Erfolg liegt auch am günstigen Preis und der aktiven Community von Nutzern. Wer will, kann sich seinen FarmBot selbst bauen und findet dabei viele Unterstützer.
Mit Ausblick auf die LAGA 2027 in Wittenberge soll im Rahmen dieses Projektes eine Handvoll Anwendungen des Farmbot entwickelt und dort einem breiten Publikum vorgestellt werden.
Die Stärken des Farmbot lassen sich als Eigenschaften einer neuen Art von Landwirtschaft beschreiben, für die er steht:
- Präzisionslandwirtschaft*
- Personalisierte Landwirtschaft
- Kleinteilige Landwirtschaft
- Kleinstbetriebs-Landwirtschaft
- Biodiversitätslandwirtschaft
- High-Value-Landwirtschaft mit hohen Flächenerträgen
Die Faszination des Farmbot hat viel mit seiner digitalen Technik zu tun, aber auch mit einem genauen Blick auf die Natur. Es geht um die Wachstumsbedingungen als Grundlage für die Erstellung von digitalen Pflanzplänen und ihre Umsetzung in die tägliche und automatisierte Pflege. Seine Stärken liegen bei seltenen und alten Sorten sowie bei personalisierten Angeboten.
Der Schwerpunkt dieses SmartBioGarten-Projekts soll hingegen auf der Seite der Wirtschaftlichkeit liegen. Der FarmBot bietet die Chance, die Landwirtschaft aus der Ecke herauszumanövrieren, in der sie sich verfangen hat:
1. hohe Kapitalkosten
2. hohe Arbeitskosten (im internationalen Vergleich, national auf Niedriglohnniveau)
3. Mangel an Fachleuten
4. Monokultur
Wenn in diesem Bild die Arbeitskosten auf Null sinken, das Fachwissen sich als Software beliebig vervielfältigen lässt, die Kapitalkosten massiv abnehmen und die Mischung von Pflanzen beliebig optimiert werden kann, dann taucht dahinter eine neue Art von Landwirtschaft auf, in der Biodiversität plötzlich nicht mehr die Kosten steigert, sondern den Ertrag.
So weit, so gut und unbestritten. Aber ein FarmBot muss sich im Alltag beweisen. Erst wenn sein Einsatz zu einem positiven Geldfluss führt, bringt das Wachstum und neuen Strukturen.
Quelle des Geldflusses sind immer die Kunden. Das bringt das Verhältnis von Kunden und Lieferanten in den Vordergrund, und dabei vor allem die Distanz, die durch Logistik überwunden werden muss. Wenn die Stärke des Farmbot in der Frische liegt, dann ist Frischelogistik ein wichtiges Thema, quasi die Brücke zum Kunden. Die Kosten für den Kunden sind Herstellung UND Transport. Erst in der Gesamtheit liegt der Erfolg für das Produkt.
Daran sind in der Vergangenheit oft vielversprechende Projekte der Bio-Landwirtschaft gescheitert. Es ist schwierig, Bedingungen zu schaffen, die abseits des Mainstream liegen. Und der Mainstream ist für kleine Produzenten zu teuer, um zu überleben.
Im SmartBioGarten-Projekt werden also Produktion und Logistik miteinander verknüpft, und der Erfolg bemisst sich aus der Sicht der Kunden, an der Quelle, an ihrer Geldbörse.
Logistik hat jedoch immer einen regionalen Anteil. Das ist eines ihrer Probleme. Nur für sehr seltene Produkte lohnt sich bei kleinen Mengen eine individuelle Logistik. Deshalb hat auch hier die Logistiklösung einen gemeinsamen Ansatz. Der besteht in dem Module ‚Standardisierung des Frischeversands, lokal, regional und überregional‘. Warum überregional? Die Tragfähigkeit des lokalen Markts wächst erst mit der Zeit. Für Startup-Unternehmen ist der überregionale Markt der Schlüssel für den Erfolg der ersten Phase.
Sowohl technisch, als auch logistikseitig wird das Projekt durch Hochschulpartnerschaften begleitet. Es wird dadurch auf den Stand der Technik zurückgegriffen und Anwender-Know-How importiert.
Dabei entsteht auch ein Biotop von Fachleuten, die mit dem SmartBioGarten-Projekt verbunden sind, und damit der Humus für eine technische Eigenständigkeit des Standorts hier in der Prignitz bilden.
- Präzision
- Biodiversität
- Personalisierung
- Wirtschaftlichkeit
- Nachhaltigkeit
- High-Value

Wenn in diesem Bild die
Arbeitskosten auf Null sinken,
das Fachwissen sich als Software beliebig vervielfältigen lässt,
die Kapitalkosten massiv abnehmen und
die Mischung von Pflanzen beliebig optimiert werden kann,
dann taucht dahinter eine neue Art von Landwirtschaft auf,
in der Biodiversität plötzlich nicht mehr die Kosten steigert,
sondern den Ertrag.
No responses yet