Technik allein reicht nicht

In den letzten zehn Jahren gab es in Frankreich zahlreiche Versuche, automatisierte Mikrolandwirtschaft mit dem Farmbot oder ähnlichen Systemen zu etablieren.
Die Bilanz ist lehrreich:
Viele Projekte starteten mit Begeisterung – aber nur wenige sind dauerhaft erfolgreich.
Warum?

Die wichtigste Erkenntnis

  • Die Technik funktioniert.
  • Was oft nicht funktioniert, ist das Umfeld.
  • Dort, wo Farmbots isoliert betrieben wurden – ohne soziale Einbindung, ohne Netzwerk, ohne kontinuierliche Begleitung – sind die Projekte meist gescheitert.
  • Dort hingegen, wo Gemeinden, Bildungseinrichtungen, lokale Akteure und engagierte Betreiber zusammenwirkten, entstanden stabile Modelle.

Die Erfolgsfaktoren

Aus den französischen Erfahrungen lassen sich klare Erfolgsbedingungen ableiten:

  • Soziale Einbettung
    Der Robogarten muss Teil einer Gemeinschaft sein.
  • Zentrale Begleitung
    Ein Monitoring- und Unterstützungs­system verhindert technische Frustration.
  • Klare wirtschaftliche Perspektive
    Produktion muss einen erkennbaren Nutzen haben.
  • Lern- und Qualifizierungsstruktur
    Beteiligte müssen verstehen, was sie tun – und warum.
  • Öffentliche Sichtbarkeit
    Projekte brauchen Aufmerksamkeit und Anerkennung.

Was wir anders machen

Das Modell Wittenberge geht deshalb einen Schritt weiter:

  • Alle Gärten werden zentral und automatisiert überwacht.
  • Digitale Infrastruktur stabilisiert den Betrieb.
  • Ausbildung ist integraler Bestandteil.
  • Restaurants und regionale Partner sind eingebunden.
  • Mit der LAGA 2027 entsteht ein öffentlicher Wirkraum.

Hier entsteht kein isoliertes Technikprojekt, sondern ein regional eingebettetes Produktions- und Lernsystem.

Warum das wichtig ist

Die Erfahrungen aus Frankreich zeigen:

  • Mikrolandwirtschaft ist kein Gadget.
  • Sie ist ein soziales Projekt.
  • Wer nur Technik aufstellt, bekommt Probleme.
  • Wer ein Netzwerk aufbaut, bekommt Wirkung.
  • SmartBioGarten ist deshalb von Anfang an als soziale Innovation mit technischer Infrastruktur konzipiert.

Hier entsteht kein isoliertes Technikprojekt, sondern ein regional eingebettetes Produktions- und Lernsystem.