Der SmartBioGarten verbindet moderne Landwirtschaft mit digitaler Intelligenz: Er nutzt eine geschlossene Datenumgebung, in der Prozesse automatisiert ablaufen können. So wird nicht nur dem Problem steigender Arbeitskosten begegnet, sondern auch dem Mangel an Fachkräften. Die zentrale Komponente ist der FarmBot – ein Open-Source-Gartenroboter, der über präzise koordinierte Hard- und Software bis zu 80 % der gärtnerischen Routinetätigkeiten übernimmt: Aussaat, Bewässerung, Unkrautentfernung und sogar Ernte laufen weitgehend automatisiert ab.
Der Clou liegt in der Softwaresteuerung: Pflanzpläne werden digital erstellt und können an klimatische Bedingungen, Erntezyklen oder Zielkulturen angepasst werden. Durch die begleitende Beobachtung via Kamera und die Beschäftigung mit digitalen Anbauprozessen entsteht ein tiefes Verständnis für das Wachstum und Wohlergehen der Pflanzen. Dieser Lernprozess macht den SmartBioGarten auch zu einem idealen Instrument für Bildung, Inklusion und partizipative Forschung.
Smartes Mikro-Farming eignet sich insbesondere für seltene, alte oder regionale Sorten – und bringt damit neue Vielfalt auf die Teller. Gastronomiebetriebe profitieren von aromatischem, biodivers angebautem Frischgemüse direkt vor Ort. Das zentrale Anliegen: Biodiversität wird zur Qualitätskategorie, die nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich überzeugt. Ob im Bildungsbereich, als Teil urbaner Landwirtschaft, im SoLaWi-Kontext oder als Ergänzung zur großflächigen Landwirtschaft – die Prinzipien des SmartBioGartens lassen sich skalieren und an verschiedenste Kontexte anpassen.
Ein zukunftsweisender Schritt ist die Kopplung des FarmBot-Systems mit künstlicher Intelligenz: Pflanzdaten, Umweltmesswerte und Bildanalysen lassen sich kombinieren, um Anbauprozesse selbstlernend zu optimieren – etwa im Hinblick auf Ertrag, Geschmack, Widerstandsfähigkeit oder Bodenqualität.
Der FarmBot wurde in Kalifornien im Ökoumfeld der University of Southern California entwickelt und wird mittlerweile weltweit in über 60 Ländern eingesetzt – vor allem in Hochschulen, Bildungseinrichtungen und ökologischen Modellprojekten. Als Open-Source-Technologie ist er frei anpassbar und bietet eine ideale Plattform für eigene Weiterentwicklungen.
Der FarmBot ist Open Source & global erprobt, entwickelt im Ökoumfeld der University of Southern California und heute weltweit im Einsatz in über 60 Ländern – von der Forschung bis zum Gemüseanbau auf dem eigenen Balkon.
Ein SmartBioGarten besteht aus:
- einem FarmBot, auf ein Hochbeet montiert
- einem maßgeschneiderten Hochbeet (z. B. 3 m x 6 m),
- idealerweise einem Folien-Halbtunnel, um Klimaeinflüsse zu kontrollieren und saisonunabhängigen Anbau zu ermöglichen,
- optional: Sensorik zur Messung von Bodenwerten, Licht, Feuchte und Nährstoffen.